Okiraku

Okiraku — Kostenlose Aktivitäten und Kulturbeiträge aus Japan für Seniorinnen und Senioren weltweit

Chubu

Fukui

Alte Zen-Disziplin und aufragende Meeresklippen

🌸 Frühling🍁 Herbst

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Fukui — Wissenswertes

Die Präfektur Fukui nimmt einen schmalen Küstenstreifen am Japanischen Meer ein, im Osten geschützt von den Bergketten Hiei und Hakusan. Trotz geringer Fläche und Einwohnerzahl übertrifft Fukui seine Größe in historischer, landschaftlicher und kulinarischer Bedeutung bei weitem. Die Präfektur war einst ein wichtiges politisches Zentrum in Japans Feudalzeit und Schauplatz prägender Momente der japanisch-buddhistischen Geschichte.

Eihei-ji, 1244 vom Zen-Meister Dōgen gegründet, ist bis heute einer von Japans zwei Haupttempeln der Sōtō-Sekte des Zen-Buddhismus und ein lebendiges Zentrum klösterlicher Praxis. Zu jeder Zeit durchlaufen hier über 200 Mönche eine strenge Ausbildung nach einem festen Zeitplan aus Meditation, Arbeit und Ritual, der seit fast 800 Jahren im Wesentlichen unverändert geblieben ist. Besucher können die alten Gänge zwischen den vielen Hallen durchwandern, die morgendlichen Gesangszeremonien beobachten und die tiefe Stille des zedernbewaldeten Komplexes auf sich wirken lassen.

Fukui beherbergt zudem überraschenderweise Japans beste Sammlung an Dinosaurierfossilien. Das Fukui-Präfektur-Dinosauriermuseum, nahe einem fossilreichen Berggebiet gelegen, das mehrere neue, nach ihm benannte Dinosaurierarten wie „Fukuiraptor“ und „Fukuisaurus“ hervorgebracht hat, gilt als eines von Asiens führenden paläontologischen Museen. Die wilden Tōjinbō-Klippen an der Küste des Japanischen Meeres zeigen dramatische Säulenbasaltformationen, die sich einen Kilometer entlang tosender Wellen erstrecken.

Sehenswert: Eiheiji Zen Temple

Der Tempelkomplex Eihei-ji, tief in einem Zedernwaldtal südlich der Stadt Fukui gelegen, gilt weltweit als das spirituelle Herz des Sōtō-Zen-Buddhismus. Die 70 miteinander verbundenen Gebäude des Komplexes erstrecken sich über einen Berghang, verbunden durch überdachte Holzgänge, die vor Alter knarren und vom fernen Klang von Glocken und Gesängen widerhallen. Das strenge Klosterleben hier folgt genau Dōgens ursprünglichen Regeln — die Mönche stehen um 3:30 Uhr auf, nehmen zwei Mahlzeiten am Tag in förmlicher Sitzzeremonie ein und widmen körperlicher Arbeit ebenso viel Bedeutung wie der sitzenden Meditation.

Was Sie erleben können

  • Sitzen Sie still im Eiheiji-Tempel und lassen Sie 800 Jahre Zen-Klostertradition auf sich wirken
  • Staunen Sie über lebensgroße Dinosaurier im weltklasse Dinosauriermuseum von Fukui
  • Gehen Sie an den eindrucksvollen Säulenbasaltklippen von Tōjinbō am Japanischen Meer entlang
  • Kosten Sie Echizen-Krabbe, Obamas Wakasa-Lackwaren und Echizen-Soba-Nudeln

Beste Reisezeit

Der Frühling (April–Mai) bringt Kirschblüten auf das Tempelgelände und angenehmes Wetter zum Erkunden. Der Herbst (Oktober–November) ist in Eihei-ji prächtig, wenn sich der umgebende Zedern- und Ahornwald um die alten Gebäude golden und purpurrot färbt. Der Sommer ist die beste Zeit für Küstenaktivitäten bei Tōjinbō und der Wakasa-Bucht. Der Winter bringt starken Schneefall in die Binnengebiete und verleiht Eihei-jis ohnehin stimmungsvoller Umgebung noch mehr Dramatik.