Hiroshima — Wissenswertes
Die Präfektur Hiroshima blickt über ein Archipel bergiger Inseln auf das Seto-Binnenmeer, ihre Hauptstadt trägt die Last der Geschichte als Ort des weltweit ersten Atombombenabwurfs am 6. August 1945. Aus dieser Verwüstung baute sich Hiroshima mit bemerkenswerter Geschwindigkeit und Entschlossenheit wieder auf und wurde zu einer lebendigen, zukunftsgerichteten Stadt, die sich zugleich durch das Friedensmuseum und jährliche Zeremonien der nuklearen Abrüstung und dem Weltfrieden verpflichtet.
Die Stadt Hiroshima ist heute eine moderne, lebenswerte japanische Stadt, in der der Friedenspark und die Atombomben-Kuppel eine tiefgreifende Mahnung sind, statt die Identität der Stadt zu bestimmen. Die Genbaku-Kuppel (Atombomben-Kuppel), das einzige Bauwerk nahe dem Hypozentrum, das in erkennbarer Form überstand, steht genau so erhalten, wie die Explosion sie hinterließ, und wurde 1996 zur UNESCO-Welterbestätte erklärt. Das Friedensmuseum vermittelt einen zutiefst bewegenden und schonungslosen Bericht über die Bombardierung und ihre Folgen und empfängt jährlich über eine Million Besucher.
Die Präfektur erstreckt sich entlang der San'yō-Küste durch Onomichi, eine Hafenstadt am Hang mit steilen Gassen und literarischen Bezügen, bis zum historischen Marinestützpunkt Kure. Die Radroute Shimanami Kaidō, die Honshū über eine Reihe von Binnenmeer-Inseln mit Shikoku verbindet, bietet eines von Japans gefeiertsten Radfahrerlebnissen — 70 Kilometer aus Brücken, Inseldörfern und türkisfarbenen Meeresblicken. Okonomiyaki im Hiroshima-Stil, geschichtet statt vermischt, mit in die Basis eingearbeiteten Nudeln, besitzt einen eigenen, vom Ōsaka-Stil verschiedenen Charakter.
Sehenswert: Miyajima Island & Itsukushima
Die Insel Miyajima (Itsukushima) ist eine von Japans drei offiziellen „Ansichten Japans“ (Nihon Sankei) und eine UNESCO-Welterbestätte. Das ikonischste Merkmal der Insel ist das große Torii-Tor des Itsukushima-Schreins, das bei Flut 200 Meter vor der Küste aus dem Meer ragt. 1168 errichtet und zuletzt 1875 erneuert, schafft das 16 Meter hohe zinnoberrote Tor eines von Japans dramatischsten und bekanntesten Bildern, besonders bei Sonnenuntergang, wenn es zwischen Himmel und Meer zu schweben scheint. Die Insel gilt seit dem 6. Jahrhundert als heilig — Rehe streifen frei umher, und historisch galt der Boden als zu heilig, um durch Geburt oder Tod befleckt zu werden.
Was Sie erleben können
- Stehen Sie bei Flut vor dem schwebenden Torii-Tor des Itsukushima-Schreins auf Miyajima
- Besuchen Sie den Friedenspark und das Museum, um Hiroshimas Geschichte zu verstehen
- Radeln Sie die Brücken- und Inselroute Shimanami Kaidō nach Shikoku
- Kosten Sie geschichtetes Okonomiyaki nach Hiroshima-Art und frische Austern aus der Inlandsee
Beste Reisezeit
Der Frühling (Ende März–April) bringt Kirschblüten nach Miyajima und an die berühmten Uferbäume des Friedensparks. Der Herbst (Oktober–November) färbt Miyajimas Berghang leuchtend purpurrot, sichtbar vom Schreinbezirk aus. Das sommerliche Kangensai-Musikfest auf Miyajima ist eine von Japans elegantesten Aufführungen alter Hofmusik. Die winterliche Austernsaison (November–März) bietet die frischesten Hiroshima-Austern, gegrillt oder roh gegessen, in den Restaurants der Insel.
