Hagoita (japanischer Neujahrs-Schläger) — Ausmalbild (3 von 4)
Die kleinen, detailreichen Muster auf diesem Hagoita eignen sich hervorragend als Fingerübung – ein sorgfältiger Strich nach dem anderen. Arbeiten Sie langsam und gleichmäßig, und das Ergebnis belohnt Sie mit einem eleganten, edlen Finish, ganz wie die Schläger, die jeden Dezember in den Schaufenstern zu bewundern sind.
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Über den Hagoita
Der Hagoita ist ein verzierter Holzschläger, der traditionell beim Hanetsuki verwendet wird – einem Neujahrsspiel, das ein wenig an Federball erinnert, allerdings ohne Netz gespielt wird: Zwei Spieler schlagen einen kleinen, mit Federn besetzten Ball hin und her und versuchen, ihn nicht fallen zu lassen. Das Spiel reicht in Japan mehrere Jahrhunderte zurück, und im Laufe der Zeit wurden die Schläger selbst zu geschätzten Sammelobjekten – vor allem die kunstvoll verzierten Stücke, die jedes Jahr im Dezember auf Freiluftmärkten namens Hagoita-Ichi verkauft werden. Diese finden traditionell vor alten Tempeln statt, etwa vor dem Sensoji-Tempel im Tokioter Stadtteil Asakusa. Die Schauschläger werden mit gepolstertem Stoff in erhabenem Relief gestaltet – eine Technik namens Oshie –, um die Gesichter und Kimonos von Kabuki-Schauspielern, Geishas und Gestalten aus Sagen und Legenden darzustellen. Jeder einzelne gleicht dabei eher einem kleinen Textilkunstwerk als einem Spielzeug.
Ein verzierter Hagoita bietet reichlich zum Ausmalen: ein Gesicht mit feinen, zarten Linien und einen Kimono, dessen gepolsterte Oberfläche mit gestaffelten Blütenmotiven, Wellen oder Kranichen gemustert ist. Gehen Sie das Kimono-Muster am besten Abschnitt für Abschnitt an und heben Sie die kräftigsten Rot-, Pink- und Goldtöne für die Mitte des Musters auf, damit dort der Blickfang entsteht – die umliegenden Falten dürfen dann in weicheren oder dunkleren Tönen gehalten werden, um einen Kontrast zu schaffen. Das Gesicht verlangt einen leichten, sorgfältigen Pinselstrich, während die schlichte Holzform des Schlägerrands einfach bleiben oder in einem warmen Braunton ausgemalt werden kann – so findet das Auge einen Ruhepunkt, bevor es wieder zu all den Details in der Mitte zurückkehrt. Da sich das Muster in so viele kleine Flächen aufteilt, eignet sich diese Seite hervorragend, um langsame, gleichmäßige Striche zu üben.


