Akabeko (die rote Glückskuh) — Ausmalbild
Lernen Sie den Akabeko kennen, ein beliebtes rotes Kuh-Spielzeug aus der Region Aizu in Fukushima, das seit Generationen Kinder wie Erwachsene bezaubert – sein kleiner Kopf ist immer bereit mitzunicken. Ihm wird traditionell nachgesagt, vor Krankheit zu schützen und Kindern Gesundheit zu bringen; meist ist diese sanfte Kuh in kräftigem Rot mit auffälligen schwarz-weißen Akzenten bemalt, doch Sie dürfen sie gern ganz nach Ihrem eigenen Geschmack gestalten.
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Akabeko — Wissenswertes
Der Akabeko ist ein traditionelles Spielzeug aus Pappmaché aus der Region Aizu in der japanischen Präfektur Fukushima. Er zeigt eine kleine, stämmige Kuh, deren Kopf lose an einer Schnur hängt und bei jeder Berührung sanft nickt. Einer alten Legende nach half vor mehr als tausend Jahren ein roter Ochse dabei, die schweren Baumstämme für den Bau eines Tempels in der Stadt Yanaizu heranzutragen – und arbeitete dabei so treu, dass ihm später zu Ehren ein eigener Schrein errichtet wurde. Jahrhunderte später, während einer Pockenepidemie in der Edo-Zeit (1603–1868), begannen Eltern, ihren Kindern rote Kuh-Figuren zu schenken, weil man glaubte, die Farbe Rot könne vor der Krankheit schützen. So wurde der Akabeko zu einem bis heute beliebten Glücksbringer für Gesundheit und ein gutes Aufwachsen der Kinder. Er zählt inzwischen zu den bekanntesten Volkskunst-Objekten Japans, und nach dem schweren Erdbeben und Tsunami von 2011 an der Küste Fukushimas erhielt er eine weitere Bedeutung: als stilles Zeichen für die Widerstandskraft und den Wiederaufbau der Region.
Zum Ausmalen eignet sich der Akabeko besonders gut, weil seine Formen klar und einfach gehalten sind – ein entspanntes Motiv für jeden Erfahrungsgrad. Traditionell ist der Körper kräftig rot bemalt und wird von dicken schwarzen Konturlinien sowie geschwungenen schwarzen Blütenmustern eingerahmt, die an Pfingstrosen (japanisch „Botan“) erinnern und sich über Flanken und Beine ziehen; an diesen sich einrollenden Linien lohnt es sich, langsamer zu arbeiten und mit einem feinen Stift oder Bleistift Details zu ergänzen. Schwarz-weiße Tupfen zieren meist Hals und Gesicht, und die großen, runden Augen mit den kräftigen Wimpern verleihen der Figur ihren freundlichen, gutmütigen Ausdruck – hier lohnt es sich, etwas Kontrast zu bewahren, selbst wenn der Rest großzügiger ausgemalt wird. Man muss sich dabei nicht an die Tradition halten: Der Akabeko lässt sich auch in zarten Pastelltönen, in Blautönen oder mit einem gemusterten Fell ausprobieren, wodurch aus der vertrauten Form ein kleines, neues Rätsel wird – eine schöne, leichte Übung für Gedächtnis und Konzentration, wenn man das Motiv bei einem weiteren Besuch erneut zur Hand nimmt.


