Tochigi — Wissenswertes
Die Präfektur Tochigi liegt nördlich von Tokio in der Region Kantō, eine landumschlossene Landschaft aus vulkanischen Bergen, Hochlandmooren und Flusstälern, die für die Japaner seit weit über tausend Jahren spirituelle Bedeutung besitzt. Ihr berühmtestes Ziel, Nikkō, zieht jährlich Millionen Besucher an, um eine von Japans außergewöhnlichsten Dichten religiöser Architektur zu erleben, eingebettet in einen Bergwald, der zur UNESCO-Welterbestätte erklärt wurde.
Nikkōs Schreine und Tempel entstanden im 8. Jahrhundert als heiliger Komplex, erreichten ihre heutige Pracht jedoch im 17. Jahrhundert, als das Tokugawa-Shōgunat das üppig verzierte Tōshō-gū-Mausoleum in Auftrag gab — ein Denkmal für den Gründer des Shōgunats, Tokugawa Ieyasu. Jede Oberfläche von Tōshō-gū glänzt mit kunstvollen Schnitzereien und Blattgold, darunter das berühmte Affentrio „nichts Böses sehen, hören, sagen“ sowie die schlafende Katze (Nemuri Neko) über dem inneren Tor.
Über Nikkō hinaus bietet Tochigi das Thermalquellendorf Kinugawa, die reizvollen Moore von Senjōgahara und den stillen Kegon-Wasserfall — einen von Japans drei großen Wasserfällen —, der 97 Meter in eine bewaldete Schlucht stürzt. Die Hauptstadt Utsunomiya nennt sich selbst Japans Gyōza-Hauptstadt, mit mehr Gyōza-Lokalen pro Kopf als irgendwo sonst im Land.
Sehenswert: Nikko Toshogu Shrine
Nikkō Tōshō-gū ist Japans prachtvollster Schreinkomplex, 1617 erbaut und 1634 erweitert, um den Geist von Tokugawa Ieyasu zu beherbergen. Die Annäherung entlang der zedernbestandenen Omotesandō-Allee stimmt ein: Mit jedem Schritt tiefer in den Wald zeigen sich zunehmend kunstvoll geschnitzte Tore und Hallen. Allein das Yōmeimon-Tor zeigt über 500 kunstvolle Tier- und Blumenschnitzereien, und der heilige Stall Mikoshi beherbergt die berühmten „drei weisen Affen“. Ein kurzer Spaziergang führt zum Futarasan-Schrein und dem stillen Taiyūin-byō-Mausoleum, wodurch sich ein Rundgang außergewöhnlicher historischer Kunst schließt.
Was Sie erleben können
- Erkunden Sie die goldene Lackpracht des Yōmeimon-Tors und die heiligen Stallungen von Tōshōgū
- Gehen Sie die alte Zedernallee Omotesandō in Nikkō entlang, hinein in den Bergschreinwald
- Bewundern Sie die Kegon-Fälle — ein 97 Meter hoher Wasserfall, am eindrucksvollsten nach Sommerregen
- Essen Sie Gyōza in einem von Utsunomiyas legendären Gyōza-Restaurants für ein echtes Erlebnis vor Ort
Beste Reisezeit
Der Frühling (April–Mai) bringt Kirschblüten in die Schreinbezirke Nikkōs und frisches grünes Zedernlaub an die Bergalleen. Der Herbst (Mitte Oktober–November) ist wohl die beste Jahreszeit — die Ahornbäume um Tōshō-gū und den Chūzenji-See entzünden sich in leuchtendem Purpurrot und Gold, und der Kegon-Wasserfall wird von feurigem Laub eingerahmt. Der Sommer eignet sich ideal zum Wandern in den Hochlandmooren von Senjōgahara. Winterbesuche sind stimmungsvoll und menschenleer, mit Schnee auf den Tempeldächern.
