Okiraku

Okiraku — Kostenlose Aktivitäten und Kulturbeiträge aus Japan für Seniorinnen und Senioren weltweit

Tohoku

Akita

Samurai-Straßen und furchterregende Dämonensagen

❄️ Winter🍁 Herbst

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Akita — Wissenswertes

Die Präfektur Akita liegt an der Küste des Japanischen Meeres im nördlichen Tōhoku, einer Region, berühmt für starken Schneefall, reines Sake-Brauwasser und tief verwurzelte Volksüberlieferungen. Das Binnenbecken der Präfektur fängt jeden Winter kalte Luftmassen ein und häuft einige der tiefsten Schneedecken Japans an — jene Schneelandstimmung, die Literatur und Film unsterblich gemacht haben.

In Akita sind die Namahage zu Hause — furchterregende, dämonenartige Gestalten in Strohkostümen, die an Silvester die Häuser besuchen, um Faulheit zu mahnen. Dieser Brauch, heute als UNESCO-Kulturerbe eingetragen, spiegelt Akitas reiche Sagenwelt. Auf der Oga-Halbinsel findet jeden Februar das Namahage-Sedo-Fest statt, bei dem Besucher die Rituale bei Lagerfeuer und Taiko-Trommeln miterleben.

Die Präfektur bringt zudem einige von Japans gefeiertsten Sake-Sorten hervor, begünstigt durch reines Schmelzwasser und lokal angebauten Reis. Die Akita Bijin — die schönen Frauen Akitas — werden in der japanischen Kultur gefeiert, überlieferungsgemäß zurückgeführt auf reines Wasser, saubere Luft und den hautschonenden Lebensstil im Haus während der langen Winter. Der Kiritanpo-Eintopf, aus zerstampftem, auf Zedernstäbchen gespießtem Reis, ist das regionale Gericht, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Sehenswert: Kakunodate Samurai District

Kakunodate, oft „kleines Kyōto Tōhokus“ genannt, bewahrt ein außergewöhnlich intaktes Samurai-Viertel aus dem 17. Jahrhundert. Breite Erdstraßen sind gesäumt von überlieferten Samurai-Residenzen mit schwarzen Wänden, viele davon noch von Nachfahren der ursprünglichen Kriegerfamilien bewohnt. Im Frühling erblühen rund 400 Trauerkirschbäume entlang des Flussufers, was Kakunodate zu einem von Japans gefeiertsten Kirschblütenzielen macht. Mehrere Samurai-Häuser sind für Besucher geöffnet und zeigen Rüstungen, Waffen und Haushaltsgegenstände.

Was Sie erleben können

  • Besuchen Sie Kakunodates bemerkenswert erhaltenes Samurai-Viertel und seine Residenzen
  • Erleben Sie das furchterregende Namahage-Dämonenritual auf der Oga-Halbinsel
  • Kosten Sie preisgekrönten Akita-Sake, gebraut mit reinem Schneeschmelzwasser
  • Genießen Sie Kiritanpo-Eintopf, Akitas wärmendes Wintergericht

Beste Reisezeit

Der Herbst (Oktober–November) ist vielleicht die schönste Jahreszeit, wenn sich die Ahornbäume um das Samurai-Viertel und die Hochlandseen in leuchtendem Rot und Gold färben. Der Winter (Dezember–März) bringt tiefen Schnee, der die Landschaft verwandelt und für das Erlebnis der Namahage-Feste unerlässlich ist. Der Frühling wird mit prächtiger Kirschblüte in Kakunodate gefeiert. Zu den Sommerfesten zählt das Kantō-Fest, bei dem Darsteller Bambusstangen mit Dutzenden Papierlaternen balancieren.