Ausmalen in der Rehabilitation
und seine Wirkung auf Geist und Körper älterer Menschen
Mehr als nur ein Zeitvertreib — entdecken Sie den Wert des Ausmalens als Form der Ergotherapie.
1. Das Gehirn aktivieren und geistige Fähigkeiten erhalten
Ausmalen verlangt einen vielschichtigen Vorgang: Das Auge nimmt Bildinformationen auf, das Gehirn verarbeitet sie und übersetzt sie in feinmotorische Befehle an die Hände.
Training des Stirnlappens
Entscheidungen wie „welche Farbe nehme ich“ und „wo fange ich an“ beanspruchen den Vorgang des Planens und Ausführens und regen damit den Stirnlappen an — die Schaltzentrale des Gehirns. Das gilt als sehr wirksam, um einer Demenz vorzubeugen und ihr Fortschreiten zu verlangsamen.
2. Feinmotorik erhalten (Training für Hand und Finger)
Innerhalb der Linien zu bleiben und den Druck für Schattierungen abzustufen, fordert die kleinen Muskeln der Fingerspitzen in besonderem Maße.
Maintaining Greif- und Zangenbewegungen die im Alter nachzulassen pflegen, zu erhalten, unterstützt unmittelbar die Selbständigkeit im Alltag (ATL) — etwa beim Essen und beim Ankleiden.
3. Seelische Ausgeglichenheit durch Erinnerungspflege
Ausmalbilder mit „Blumen der Jahreszeiten“ und „vertrauten Landschaften“, wie Okiraku sie anbietet, wecken Erinnerungen an früher.
Die Rolle der seelischen Begleitung
Erinnerungen wie „diese Blume blühte früher in meinem Garten“ oder „dorthin bin ich jede Saison gefahren“ bringen seelischen Gewinn — sie stärken das Selbstwertgefühl und lindern Einsamkeit und Angst — ein Vorgehen, das als Erinnerungspflege bekannt ist.
4. Erfolgserlebnis und Ausschüttung von Dopamin
Ein fertig ausgemaltes Bild schenkt ein starkes Erfolgserlebnis. In diesem Augenblick schüttet das Gehirn Dopamin aus — einen Botenstoff des Wohlbefindens —, was hilft, die Motivation zu heben und Stress abzubauen.
Gerade in Pflegeeinrichtungen erfahren Bewohnerinnen und Bewohner Anerkennung, wenn ihre fertigen Werke ausgestellt werden — das stärkt das Gefühl von Zugehörigkeit.